Wichtige Verträge trotz schlechter Schufa

Wir leben in Deutschland in einer Konsumgesellschaft. In der Regel ist es kein Problem, sich kurzfristig Konsumwünsche zu erfüllen, auch wenn nicht ausreichend Barmittel zur Verfügung stehen. Ein regelmäßiges Einkommen und die Aussicht die monatlichen Raten auch leisten zu können, sind meist die einzigen Voraussetzungen um von Banken einen Kredit unbürokratisch zu erhalten. Führen dann außerplanmäßige Vorgänge zu einer plötzlichen Zahlungsunfähigkeit, leidet darunter sehr schnell die Bonität der Verbraucher. Weitere, auch sehr wichtige Vertragsvereinbarungen kommen nur noch unter erschwerten Bedingungen oder auch gar nicht mehr zustande. Immer mehr Haushalte in Deutschland stehen am Rande zur Überschuldung, die im schlimmsten Fall zu einer Privatinsolvenz führen kann.

Wichtige Dienstleistungen sind nur noch schwer erhältlich.
Während es bei Konsumgütern immer noch möglich ist auf bestimmte Ausgaben zu verzichten, gibt es eine Reihe von Bedürfnissen, die im Alltag dringend benötigt werden. Dazu gehören beispielsweise Lieferverträge für Strom und Gas. Auch eine KFZ-Versicherung wird in der Regel unbedingt benötigt, so braucht nahezu jeder das Auto um auf die Arbeit zu kommen. Handy- und DSL Verträge sind ebenfalls wichtig um die sozialen Kontakte aufrecht zu halten und zu kommunizieren. Alle diese Dienstleistungen werden oft gegen Vorauskasse erbracht, die Verrechnung erfolgt monatlich per Abschlag. Vor dem Zustandekommen einer neuen Vereinbarung wird die Bonität der Antragsteller mit Hilfe einer so genannten Schufa-Auskunft geprüft. Besteht keine ausreichende Bonität, letztlich auch keine Kreditwürdigkeit, verhindert dies womöglich die künftige Geschäftsbeziehung.

Was versteht man unter einer Schufa-Auskunft?
Die Schufa, also die Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung sammelt permanent Daten über deutsche Bürger. Nahe zu jeder Bundesbürger ist mittlerweile bei der Schufa gelistet. Es handelt sich bei den gespeicherten Informationen sowohl um persönliche als auch um finanztechnische Daten, der einzelnen Personen. Angeschlossene Partner wie Banken, Versicherungen, Leasing-Gesellschaften, Händler, Versandunternehmen usw. liefern hierzu die entsprechenden Auskünfte. Die Anlässe für eine Meldung sind dabei vielschichtig. Es müssen nicht immer nur direkte Zahlungsausfälle sein, es genügt auch unter Umständen lediglich eine Kreditanfrage, um Einfluss auf die jeweilige Bonität zu nehmen. Alle gemeldeten Vorfälle werden im Falle einer beantragten Schufa-Auskunft an das anfragende Institut übermittelt, das sich dann seine Meinung über den Antragsteller bildet, das heißt dessen Bonität einschätzt.

Was tun, wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist?
Die Überschrift ist vielleicht etwas salopp formuliert. Aber die Frage ist tatsächlich, welche Möglichkeiten noch bestehen dringend benötigte Dienstleistungen oder Lieferungen, wie etwa ein Handy- oder einen Strom-Vertrag, trotz schlechter Schufa-Auskunft, dennoch zu erhalten. Wichtig für den Verbraucher ist vor allem sich in der Materie auszukennen und sich entsprechende Informationen zu beschaffen. Im Internet sind hier eine Vielzahl von nützlichen Seiten vorhanden, die dieses Thema abdecken. Auf https://trotzschufa.org/ sind alle wichtigen Details dazu veröffentlicht. So könnte man anstelle eines Mobilfunkvertrags, auf einen Prepaid-Tarif ausweichen. Bei einem Strom-Vertrag, könnte man sich auf eine Vorauszahlung einigen. Hier besteht allerdings ein gewisses Risiko, im Falle einer Insolvenz des Anbieters, das bereits bezahlte Geld zu verlieren. Deshalb wäre es sinnvoll auf namhafte und seriös eingestufte Unternehmen zu setzen. Insgesamt gibt es bei allen wichtigen Verträgen Möglichkeiten, trotz einer negativen Schufa, noch Leistungen zu erhalten. In manchen Fällen hilft auch ein persönliches Gespräch der beteiligten Parteien, um gemeinsam eine akzeptable Vereinbarung zu treffen.